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Samstag, 11. Februar 2006
Der Nationalpark
In dem Nationalpark, der 1968 gegründet worden ist und mit einer Fläche von 11 698 qkm der drittgrößte des Landes ist, vereinen sich vier gänzlich verschiedene Landschaftsbereiche. Er grenzt im Norden an den Chobe River, erreicht im Westen den Linyanti und im Südwesten den Moremi. Das Gebiet zwischen der Ngoma Bridge und dem Linyanti Camp ist aufgrund der dichten Besiedelung gar nicht erst in den Park aufgenommen worden. Der beliebteste und belebteste Bereich des Chobe NP ist die Gegend um Kasane herum. Hier, entlang des Chobe River, lässt es sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise den Tierreichtum erleben. Sei es auf einem Boot als Sunset Cruise auf dem Chobe, wo man von der Reling aus Krokodile und unzählige Hippos beobachten kann. Aber auch das Kudu und natürlich die Elefanten sind schon fast wie im Zoo zu betrachten. Natürlich kann man oberhalb von Kasane auch einen Morning Drive in den NP hinein machen und dort z.B. ganz fantastisch Büffelherden beobachten. Die Region am Chobe River bietet zudem einzigartige Beobachtungsmöglichkeiten für Vogelliebhaber. Rund 450 Vogelarten kann man im Chobe NP zu Gesicht bekommen. Viele davon sind nur in der Nähe des Flusses zuhause. Im Westen begibt man sich Richtung Linyanti. Die Landschaft verändert sich hier stark. Geprägt ist sie nun von Papyrussümpfen und tropischen Bäumen und erinnert deshalb stark an das Okavango Delta. Und schließlich das schon legendäre Savuti-Gebiet. Hier findet man halbaride Vegetationen. Wer sich neben der Landschaft und Tierwelt auch für menschliche Kulturgüter interessiert, kann hier auch Felszeichnungen der San betrachten. 22 Plätze mit Felszeichnungen sind hier entdeckt worden. Das Savuti gilt als legendärer Ort. Viele sprechen von den besten Beobachtungsbedingungen für eine unglaubliche Tierwelt in ganz Afrika. Da sich zwischen dem nördlichen Teil des Moremi Wildlife Reserve und dem angrenzenden Chobe keine Zäune befinden, kann sich hier die Tierwelt auf einem sehr großen Gebiet frei bewegen. Dies führt zu einer enormen Elefantenpopulation, aber auch große Bestände an Zebras sind hier zuhause. Bis zu 25 000 Zebras wandern vom Linyanti über den Savuti in die Mababe Depression zu Beginn der Regenzeit und am Ende dieser Zeit wieder zurück. Autorin: Annette Louis
Samstag, 11. Februar 2006
Heimat riesiger Elefantenherden
Hier sind sie zuhause: Die Elefanten. Der Chobe Nationalpark (und seine angrenzenden Gebiete im Linyanti und Moremi) bietet heute ca. 120 000 Elefanten eine Heimat (Diese Zahl stammt aus einem aktuellen Tierbericht des BBC aus dem Jahre 2005. Sie weicht allerdings erheblich von den sonst genannten ca. 80 000 Tieren ab). Diese Population übersteigt bereits seit langen die für dieses Gebiet verträgliche Anzahl von rund 30 000 Elefanten. Aufgrund seiner Lage bleiben hier die Elefanten "hängen", die früher von Angola kommend entsprechend der Jahreszeiten gewandert sind. Seit veieln Jahrzehnten ist wegen der Zäune zu den Nachbarländern Angola, Sambia und dem Caprivi Strip in Namibia dieses natürliche Verhalten so nicht mehr möglich. Die Folge: Die Elefanten blieben und vermehrten sich in dem Gebiet des Chobe und Moremi ganz beträchtlich. Heute stellt diese große Tierpopulation ein großes Problem für den Chobe NP dar. Die Elefanten verwüsten große Baumbestände und hinterlassen ein Bild der Zerstörung. Zwischenzeitlich gibt es enorme Anstrengungen die alten Wanderpfade wiederaufzumachen. Ein großes Problem stellen dabei die unzähligen Minen auf angolischer Seite dar. Ratten als "Spürhunde" bekommen nun die Aufgabe diese zu aufzuspüren. Bis dieses Projekt allerdings soweit vorangekommen ist, dass hier die Elefanten wieder problemlos ihren alten Pfaden nachgehen können, wird noch viel Zeit vergehen. Solange bleiben sie im Chobe und Moremi und stellen dort aufgrund der Größe ihres für sie freies Gebiet die natürlichsten Herden der Welt dar. Autorin: Annette Louis
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