Samstag, 11. Februar 2006
Das größte Binnendelta der Welt
Durchschnittlich 8,6 Milliarden Kubikmeter Wasser speisen den Okavango zu Beginn seines Laufes in Angola, ganze drei Prozent davon werden nach 1300 km noch die Stadt Maun im äußersten Südosten des Deltas erreichen. Zwei Prozent werden zu Grundwasser und unglaubliche 95 % versickern im wahrsten Sinn des Wortes im Sand der Kalahari. Das Okavango Delta ist das größte Binnendelta der Welt und bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Der Okavangoo wiederum ist der größte Fluss des Landes. Im Delta haben sich aufgrund seiner Besonderheiten das ganze Spektrum der Tiere des südlichen Afrikas mit ganz wenigen Ausnahmen angesiedelt. "Transpirierende" Grasfamilien in Altkanälen und Brackwasserbereichen sowie der Papyrus und das Hippo-Gras in den Dauersümpfen und Wasserkanälen sorgen auf faszinierender Weise dafür, dass viel Humus gebildet wird, welcher dann das überschüssige Salz absorbiert. Dies sorgt dafür, dass das Wasser im Delta mit Ausnahme der saisonalen Sümpfe, klar und rein ist. Aber auch die Inseln tragen einen erheblichen Teil dazu bei. Da sie über ein großes Artenreichtum gerade bei den Bäumen und Büschen verfügen, sorgen diese durch das Transpirieren des Wassers für ein ständiges Nachspülen frischer Wassermengen in das Grundwasser. Die überschüssigen Salze lagern sich derweil wie kleine Atolle am Rande der Inseln an. Manchmal sterben an diesen Stellen die Bäume ab und es bilden sich Salzfriedhöfe. Autorin: Annette Louis
Samstag, 11. Februar 2006
Unterwegs im Delta
Mekoro (Plural von Mokoro) sind Einbäume, die aus dem Holz der Ebenholzbäume gefertigt werden. Es dauert ca. 3 bis 5 Wochen ein Mokoro zu bauen. Der Führer bzw die Führerin des Bootes wird Poler genannt. Er oder sie benutzt ein Ngashi zum staken. Mekoro werden während der Fahrt fast immer etwas undicht und müssen ausgeschöpft werden..
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