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Die Bantu stammen ursprünglich vermutlich aus dem Kameruner Hochland und dem Südosten Nigerias. Irgendwann im 2. Jahrtausend v. Chr. begannen sie ihr Territorium in die Regenwälder von Zentralafrika auszudehnen. Etwa 1000 Jahre später setzte eine zweite, schnellere Phase der Expansion ein, weiter nach Süden und Osten. Überall, wo sie hinzogen, vermischten sie sich mit den bislang dort lebenden Gruppen und bildeten neue Gesellschaften.
Im 16. und 17. Jahrhundert stießen Massai-Krieger von Norden in ihr Gebiet und verdrängten die Bantu noch weiter nach Osten und Süden.
Als Jan van Riebeeck um 1652 am Kap der Guten Hoffnung von Bord ging, lebten dort keine Bantu-sprachigen Völker. Doch in der Folge wanderten immer mehr Bantu in den Süden des Kontinents und verdrängten nach und nach die dort lebenden San und Khoi Khoi. Die van Riebeeck folgenden europäischen Siedler, zumeist Holländer, französische Hugenotten und Deutsche, die heute als Afrikaaner (auch: Buren) zusammengefasste Volksschicht Südafrikas, teilten sich etwa hundert Jahre lang, also bis ungefähr zur Mitte des 18. Jahrhundert, das südliche Afrika beinahe ausschließlich mit den Khoi Khoi, wobei diese zunehmend in ein Abhängigkeitsverhältnis zu den Buren gerieten. Erst um etwa 1770 stießen die Buren erstmals auf die Bantu. Danach kam es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu teilweise heftigen Territorialkämpfen zwischen diesen beiden Volksgruppen.
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