Trotz der Mehrheitsregierung, die aber immer mehr die Züge einer persönlichen Diktatur annahm, hatten die Weißen - weniger als 1% der Bevölkerung - aber 70% des urbaren Landes zu kommerzieller Nutzung in den Händen. 1999 begann man, die Wiederverteilung zurück geführten Landes als ein lebenswichtiges Programm zu proklamieren. Auch um andere interne Schwierigkeiten zu überspielen (vor allem die starke Korruption von Verwaltung und Partei bei gleichzeitigen Entlassungen im öffentlichen Sektor), jedoch auch wegen der Agrarkrise, wurden die Weißen, die den größten Teil des Bruttosozialproduktes, sowie der Nahrungsmittel, erzeugten, von Robert Mugabe immer schärfer unter psychischen und physischen Druck gesetzt. Simbabwe wurde in diesem Zusammenhang wegen Verletzungen von Menschenrechten und der Verschiebung der Wahlen 2002 vom Commonwealth suspendiert. Die unabhängige Tageszeitung Daily News wurde verboten. Im Dezember 2003 trat das Land aus dem Commonwealth aus, nachdem es im Vorjahr wegen Wahlfälschung zeitweise ausgeschlossen worden war. Die wichtigste Oppositionspartei ist seit Mitte der 1990er Jahre die MDC (Movement for Democratic Change), die vor allem aufgrund der zunehmenden Unzufriedenheit ihre Basis stetig verbreitern konnte.
Infolge der Enteignungen, von korrupter Devisenbewirtschaftung und der aufrecht erhaltenen hohen Rate der Agrarexporte verschlechterte sich die soziale Lage, besonders auf dem Lande. Die wirtschaftliche litt nicht zuletzt darunter, dass in Simbabwe eine HIV/AIDS-Pandemie wütet; nach Schätzungen der UNO leidet ein Drittel der Bevölkerung daran.
Mitte der 1990er Jahre begann Präsident Mugabe eine weitere Kampagne, gegen Homosexualität, die er als unnatürlich und 'unafrikanisch' darstellt. Homosexuelle - die für Mugabe "minderwertiger als Schweine" sind - können mit 10 Jahren Gefängnis bestraft werden. Angesichts seines hohen Alters muss (2005) in näherer Zukunft mit seinem Abtritt und einem u. U. heftigen Machtkampf gerechnet werden.
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