Das Matabele-Königreich war ein 1823-1893 im Südwesten des heutigen Simbabwe existierender afrikanischer Staat.
Das Matabele (Ndebele)-Königreich wurde 1823 von dem abtrünnigen Zulu-Führer Mzilikazi gegründet, der sich mit dem Zulu-König Shaka überworfen hatte und mit zahlreichen Anhängern das Reich der Zulu verlassen hatte. Nach der Unterwerfung des ansässigen Volkes der Maschona (Shona) wurde Mzilikazi 1837 erster König des Matabelereichs. Hauptstadt war Bulawayo.
Amtliches Siegel König Lobengulas, die Inschrift lautet: Lobengula-King of Matabeleland and Mashonalands
Unter seiner energischen Führung war der Staat analog dem Zulureich eine expansive Militär-Despotie, die sich auf Kosten der friedlichen Nachbarvölker rasch ausdehnte. Das mehrere Tausend Mann umfassende stehende Heer war wie im Zulureich nach Regimentern (Impi) strukturiert, geführt von einer Adelskaste (Induna).
Als Mzilikazi 1868 starb, folgt ihm sein Sohn Lobengula (*1833, †23. Januar 1894) auf den Thron. Im Gegensatz zu seinem Vater verfolgte der friedliebende Lobengula keine kriegerische Politik. Während seiner Regierungszeit wurde die Hauptstadt Bulawayo zu einem wichtigen Handels-Knotenpunkt im südlichen Afrika.
Nach dem Untergang des Zulureiches 1879 war das Matabele-Königreich das einzige noch existierende souveräne schwarzafrikanische Königreich. 1893 drangen englische Kolonialtruppen von Süden aus in das Land ein. Verhandlungsangebote König Lobengulas wurden von den Briten nicht beantwortet. Die Matabele wurden geschlagen. Im November 1893 fiel Bulawayo. Dem 60-jährigen König gelang zwar die Flucht aus der brennenden Hauptstadt, er war aber den Strapazen nicht mehr gewachsen. Am 23. Januar 1894 starb Lobengula auf der Flucht in der Wildnis auf dem Gebiet des heutigen Sambia. Das Matabeleland wurde Teil der englischen Kolonie Rhodesien, (heute Simbabwe).
Das Matabele-Königreich war ein 1823-1893 im Südwesten des heutigen Simbabwe existierender afrikanischer Staat. Das Matabele (Ndebele)-Königreich wurde 1823 von dem abtrünnigen Zulu-Führer Mzilika...
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