Am 10. Mai 1994 war der schönste Tag Südafrikas. Auf dem Regierungshügel von Pretoria wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten der Republik vereidigt. Endlich war aus dem Apatheidstaat eine Demokratie geworden. Die Regierung der „Nationalen Einheit“, bestehend aus Nelson Mandelas ANC, der Nationalen Partei des letzten weißen Präsidenten Frederik Wilhelm de Klerk und der Inkatha Friedenspartei IFP der Zulu's, signalisierte allen, die Zeit der Rassentrennung, der Apartheit, ist entgültig vorbei. Verschiedene Einwandererströme prägen die Entwicklung des Landes am Kap. Das Land wurde praktisch von den Europäern eingenommen, dies führte zu dem großen Rassismus. Die Zulukriege und die Separation der Buren von den Briten waren Anlass einer großen Bevölkerungsbewegungen und zur Bildung mehrere Staaten. Später wurde bedingt durch Gold- und Diamantenfunde die Lage nochmals brisanter. Lange Zeit galt Südafrika als Inbegriff des Rassismussees, in den letzten 10 Jahren hat sich die Republik jedoch zu einem Vorzeigestaat Afrikas gewandelt. Die Zukunft lässt hoffen! Die Vergangenheit belastet das Land jedoch noch immer schwer, die "Schwarzen" versuchen mit aller karft die Spuren der weißen Regierung zu beseitigen und die "Weißen" kämpfen zunehmend gegen die steigende Gewald gegen sie. So sieht man duchgestrichen "Pretoria-Ortschilder" und drübergeschriebene Schriftzüge "Tshwane", so wie die "Schwarzen" die Stadt schon immer nannten. Offiziel einigte man sich schon vor Jahren auf "Pretoria - City of Tshwane". ---------------------- Wir schwarzen Südafrikaner hatten das Land, die Weißen die Bibel. Nachdem wir zum Gebet die Augen schlossen, war es umgekehrt: Die Weißen hatten das Land, wir die Bibel. Wahrscheinlich hatten wir das bessere Los gezogen. Desmond Tutu (*1931), südafrik. anglikan. Bischof, 1984 Friedensnobelpreis -------------------
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